Schadenersatzrecht


 Allgemein ist mit dem Schadenersatzrecht primär die Frage verbunden, ob jemand für den Schaden, den er einem anderen zugefügt hat haftbar gemacht werden kann. An diese Frage reiht sich letztendlich die Fragestellung, in welchem Umfang der Schädiger zum Schadensersatz verpflichtet ist.

 

  Ein Schadensersatzanspruch kann sich letztendlich jedoch aus vielerlei Umständen ergeben. Sofern Sie durch einen Unfall im Straßenverkehr, durch eine gegen Sie gerichtete Straftat, eine falsche Beratung durch einen Rechtsanwalt, einen Makler oder einen Arzt geschädigt worden sind, steht Ihnen möglicherweise ein Schadensersatzanspruch zu. Die vorstehende Aufzählung ist keinesfalls abschließend, sodass noch eine Vielzahl von anderen Fällen denkbar ist, die eine Schadensersatzverpflichtung auslösen können.

 

 Im Wesentlichen regelt § 823, sowie §§ 280 ff., 249 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) die Schadensregulierung. Zahlreiche weitere Anspruchsgrundlagen aus anderen Gesetzen verweisen auf diese Vorschriften. Grundsätzlich muss der zum Schadensersatzverpflichtete den Zustand herstellen, der ohne das schädigende Ereignis bestünde. Dieser Ausgleichsgedanke findet sich auch in den Vorschriften der §§ 249 ff. BGB

 

 Entsprechend der Vorschrift des § 249 Abs. 1 BGB bedeutet dies zunächst, dass der Schadensersatz grundsätzlich in natura zu leisten ist, z.B. durch eine Reparaturhandlung an einem Fahrzeug, im Falle eines Verkehrsunfalles oder aber auch der Abdruck einer Gegendarstellung in einem Printmedium, im Falle einer Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts.

 

 Sie als Anspruchsinhaber haben jedoch für den Fall, dass Sie verletzt wurden oder Ihr Eigentum beschädigt worden ist, ebenfalls die Möglichkeit den zur Herstellung des ursprünglichen Zustandes erforderlichen Geldbetrag von dem Schädiger zu verlangen. Sofern Sie bei der Durchsetzung oder aber auch bei der Geltendmachung eines Ihnen zustehenden Schadensersatzanspruches anwaltliche Hilfe benötigen, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kai Schnabel selbstverständlich gerne zur Verfügung.

 

 Für den Geschädigten ist letztendlich von wesentlicher Bedeutung, welche Kosten er von dem Schädiger ersetzt verlangen kann. Der Schadensersatz umfasst in der Regel vielerlei Kosten, weshalb es letztendlich umso wichtiger ist einen kompetenten Rechtsanwalt mit Ihrer außergerichtlichen Interessenvertretung zu beauftragen. Neben materiellen Schäden (Vermögensschaden) sind auch sogenannte immaterielle Schäden ersatzfähig. Als immaterieller Schaden ist insbesondere das Schmerzensgeld bekannt.

 

 Das Schmerzensgeld dient letztendlich dazu, dass der Geschädigte einen Ausgleich für die erlittenen Schmerzen und Leiden erhält. Darüber hinaus hat das Schmerzensgeld auch weitere Funktion, da es dem Geschädigten auch eine Genugtuung verschaffen soll. Wie hoch das Schmerzensgeld letztendlich zu beziffern ist, hängt immer von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab.Bei der Bemessung des Schmerzensgeldanspruches sind insbesondere die erlittenen Verletzungen, die Dauer der Heilbehandlung, die Anzahl der etwaig erfolgten Heileingriffe, aber auch die individuellen Lebensumstände vor und nach dem Schadenseintritt zu berücksichtigen.

 

 Erst kürzlich übernahm Herr Rechtsanwalt Kai Schnabel ein Mandat von einer Geschädigten, die mit ihrer bisherigen außergerichtlichen Interessenvertretung mehr als unzufrieden war. Aufgrund der Tatsache, dass die Mandantin durch einen Verkehrsunfall, der sich bereits vor fünf Jahren ereignet hatte, schwer verletzt worden war, bedurfte es einer äußerst strukturierten Arbeitsweise um den komplexen Sachverhalt zunächst vollumfänglich zu erfassen und so dann auch schnellstmöglich aufzuarbeiten.

 

 Es stellte sich in diesem Zusammenhang heraus, dass dem Kollegen der Begriff des Haushaltsführungsschadens offensichtlich gänzlich ungeläufig war. Die Mandantin musste mehr als zehn Operationen in den letzten fünf Jahren über sich ergehen lassen. Hierbei entstanden nicht  nur der Mandantin, sondern auch den nahen Angehörigen diverse Kosten. Auch in diesem Zusammenhang wurde der Mandantin durch den Kollegen mitgeteilt, dass diese Kosten nicht erstattungsfähig seien. Dieser Irrtum konnte nach einer vollumfänglichen Beratung jedoch sehr schnell aufgeklärt und beseitigt werden. In diesem speziellen Fall wurde letztendlich auch von der Möglichkeit eines privaten Gutachtens zur Bezifferung des sogenannten Haushaltsführungsschadens Gebrauch gemacht. Durch jenes Gutachten konnte der Haushaltsführungsschaden nunmehr mit über 100.000,00 € in Ansatz gebracht werden.

 

 In der vorgenannten Konstellation wurde jedoch nicht nur der Haushaltsführungsschaden unberücksichtigt gelassen, sondern auch die Höhe des Schmerzensgeldanspruches deutlich zu niedrig angesetzt. Die gegnerische Versicherung hatte zum Zeitpunkt der Mandatsübernahme bereits einen Schmerzensgeldvorschuss in Höhe von 20.000,00 € geleistet. Durch die Mandatsübernahme konnten der Mandantin kurzfristig weitere 20.000,00 € ausgezahlt werden.

An diesem Beispiel soll exemplarisch aufgezeigt werden, dass ein Schadensersatzanspruch auch immer maßgeblich mit der Hilfe eines kompetenten Rechtsanwalts beziffert und durchgesetzt werden sollte. Sofern Sie eine individuelle und umfangreiche Prüfung der Ihnen zustehenden Ansprüche wünschen, steht Ihnen Herr Rechtsanwalt Kai Schnabel gerne bei deren Durchsetzung zur Seite.

 

 Sicherlich sollte in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden, dass sich regelmäßig in tatsächlicher Hinsicht Beweisschwierigkeiten ergeben können. Insbesondere scheuen einige Kollegen die Darlegungen im Falle der Geltendmachung eines Haushaltsführungsschadens. Jedoch kann ein Beweisantritt auch auf unterschiedliche Arten erfolgen, so dass letztendlich auch im Hinblick auf die Kosten und dem Prozessrisiko eine umfassende Beratung erforderlich ist.

 

 Da das Schadensersatzrecht unter anderem auch häufig viele Berührungspunkte mit dem Strafrecht aufweist, ist dies der Grund dafür, dass Herr Rechtsanwalt Kai Schnabel Sie in diesen Angelegenheiten kompetent beraten kann.